Erstklässler gehen gerne zur Schule? Denkste!

Dieser Post sollte eigentlich weiter nach vorne, wurde versehentlich in der falschen Reihenfolge veröffentlicht.

 

Vier Wochen nach der Einschulung. Meine Tochter hat keine Lust auf Schule und fragt, ob sie zurück in den Kindergarten darf. Äh, wie jetzt? Warum? Schulterzucken.

Sechs Wochen später. Kind kommt deprimiert aus der Schule. Es ist sooo langweilig. Im Kindergarten konnte man wenigstens spielen.

Acht Wochen später. Wenn es zur Schule gehen soll, versteckt sich mein Kind weinend unterm Hochbett.

Ratlosigkeit und Sorge bei uns Eltern. Erste Mails, Telefonate und Gespräche mit der Klassenlehrerin. Man kann noch nicht so richtig auf das Kind eingehen, der Leistungsstand zwischen den Kindern ist so groß und man muss die Schwächsten erst mal auf ein Niveau bringen, mit dem sie überhaupt eine Chance haben, dem Unterricht zu folgen. Nach den Herbstferien werden die Karten neu gemischt, da kann sich dann die Sozialpädagogin auch um die stärkeren Schüler der Klasse kümmern.

Nach den Herbstferien kam meine Tochter an einem Tag freudestrahlend nach Hause. Sie hatte was Neues gelernt. Päckchen packen (Strichlisten machen). Und nicht den ganzen Vormittag damit verbracht, ihren Klassenkameraden die Anlauttabelle zu erklären oder zu zeigen, wie man den Stift hält (sic!), oder Mandalas auszumalen.

Die Euphorie hielt nicht lange an. Keine Erfolgserlebnisse, keine Extra-Aufgaben, kein Fordern oder Fördern durch die Sozialpädagogin. Mehr Tränen. Plötzliche Bauchschmerzen. „Ich will zurück in den Kindergarten.“

E-Mails, Telefonate, Gespräche mit der Klassenlehrerin. Die Schulleitung kontaktiert. Wir sollen das Kind außerschulisch fördern. Kurse beim Hochbegabtenzentrum, z. B.

Also sonntags mit ihr zu irgendwelchen Kursen (Reise durch die Zeit), aber unter der Woche hat sie weiter gelitten.

Mehr Mails, Telefonat, Gespräche mit Lehrerin und Schulleitung. Bitte um Einschaltung des Schulamts, weil wir keine Lösung mehr sehen. Auf einmal das Angebot seitens der Schulleitung, meine Tochter nach den Weihnachtsferien probehalber für vier Wochen in die zweite Klasse zu versetzen.

Zwei Tage in der neuen Klasse und meine Tochter war wie neugeboren. Sie kam gutgelaunt nach Hause, hatte schon die erste Spielverabredung und wollte nie wieder zurück in die andere Klasse. Man hilft sich, wenn der Unterrichtsstoff nicht verstanden wurde.

Friede, Freude, Eierkuchen.

Schnitt.

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